Wie handelt man mit Rohstoffen?

Ein neuer Markt für Kleinanleger

Es ist noch nicht so lange her, dass der Handel mit Rohstoffen etwas war, an das man als Kleinanleger nicht dachte. Rohstoffe, das sollte ja etwas sein, das nur Banken oder sehr spezialisierten Fachleute vorbehalten war. Das Internet hat schlussendlich auch diese Märkte revolutioniert und demokratisiert. Auch Anleger mit kleinen Konten können jetzt dank CFDs von den Trends im Rohstoffbereich profitieren.

Und es hat viel mehr mit Ihrem täglichen Leben zu tun, als Sie es vermuten. Ob es jetzt über das Wetter geht oder um Produkte, die Sie täglich auf dem Kaffeetisch wiederfinden. Alle haben Sie mit Rohstoffen zu tun. Denken Sie mal an Zucker, Kaffee, Mais oder Weizen. Rohstoffe stehen eigentlich in einem engeren Verhältnis zu Ihnen als Aktien oder gar Indizes und Devisen. Und es ist nicht schwieriger (und auch nicht gefährlicher), Kaffe und Co.  zu handeln. Die Grundsätze sind im Grunde genommen die gleichen wie beim Kauf (oder Verkauf ...) von Aktien oder ETFs.

Wo werden die Rohstoffe gehandelt?

Der Futures-Markt ist der Ort, wo die Preise für die meisten Rohstoffe jeden Tag aufs neue bestimmt werden. Die CME, Chicago Mercantile Exchange, ist die größte Terminbörse. Der Großteil des Handels findet heutzutage elektronisch statt und nicht mehr auf dem Parkett.

Wer handelt an den Futures-Märkten?

Die wichtigsten Teilnehmer sind die sogenannten "Commercials". Das sind große Parteien, die in der Regel selbst in diese Rohstoffe physisch involviert sind. Sie nutzen Futures, um bestimmte Mengen von Ihren Waren gegen Preisrückgänge oder einen zu starken Preisanstieg zu schützen (Hedging). Auf der anderen Seite des Trades stehen heufig Kleinanleger, die gerade auf diese Steigung (oder Fall) der Preise Spekulieren. Wenn die Spekulanten gewinnen, verlieren in der Regel die Commercials und umgekehrt.

Wie geht man es am besten an?

Wenn Sie bullish eingestellt sind für einen bestimmten Markt, z. B. Öl, dann kaufen Sie einfach einen Future-Kontrakt auf Rohöl (WTI oder Brent). Ein Future-Kontrakt ist eine Vereinbarung, in der Zukunft (future!) eine bestimmte Menge von Rohstoffen zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn Sie richtig geschätzt haben und schlussendlich den Kontrakt schließen, dann wird die Differenz (also Ihr Gewinn) auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Im umgekehrten Fall gibt es einen Verlust. Da der Anleger nur einen kleinen Prozentsatz des tatsächlichen Kontraktwerts auf seinem Konto braucht (auch Margin genannt) kann eine wesentlich höhere Rendite realisiert werden verglichen mit dem, was man normalerweise herausbekommen hätte. Dadurch entsteht eine große Hebelwirkung.

Was kann man handeln?

Das Spektrum ist breit: Erdöl, Erdgas, Benzin, Gold, Silber, Platin, Kaffee, Zucker, Weizen, Mais, Holz, Sojbohnen, Rindfleisch ... Achtung: Futureskontrakte laufen nicht ewig! Achten Sie immer auf das Verfallsdatum des Kontrakts. Am besten schließen Sie den Kontrakt einen Tag vor Laufzeit Ende. Wenn Sie weiter spekulieren wollen, kaufen Sie einfach den nächsten Vertrag (für den folgenden Monat oder Quartal). Man spricht dann von durchrollen eines Futures auf einen späteren Verfallstermin. So bleiben Sie in Position. Häufig aber ist der nächste Kontrakt etwas teurer als der aktuelle (Contango). Er kann aber auch billiger sein (Backwardation). Wenn Sie das Schließen des Kontrakts vergessen kann es sein, dass Sie tatsächlich eine physische Lieferung einiger Säcke Kaffee oder Weizen erhalten.

 

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