Der Mini-FDAX kommt (Teil 3)

Scalping nur zu den allerbesten Bedingungen!

Derivative Instrumente wie CFDs, Zertifikate oder Knock Outs eignen sich meistens nicht für Scalping-Strategien in Aktien-Indexen. Der Grund ist einfach. Die meisten Anbieter dieser Produkte verlangen eine Gebühr, die zu hoch ist, um profitabel scalpen zu können. Außerdem sind auch die Spreads meistens zu hoch. Wenn zum Beispiel Spreads auf den DAX höher sind als 1 Punkt lässt sich in diesem Index kaum erfolgreich scalpen.

Mini-DAX ermöglicht Scalping

Durch die Einführung des mini-DAX-Futures am 28 Oktober 2015 bekommen Privatanleger mit kleineren Konten die Möglichkeit nun auch den DAX zu professionellen Konditionen zu scalpen. Der mini-DAX wurde an den ersten Handelstagen gut aufgenommen wie die untenstehende Abbildung des Orderbuchs vom 29. Oktober zeigt.

Mini-DAX Orderbuch vom 29. Oktober 2015

mini-Dax Orderbuch

Die Aufnahme zeigt eindeutig, dass die ersten 5 Stellen im Bid und Ask gut gefüllt sind. Es wurden also gleich an den ersten Handelstagen genügend Marktteilnehmer gefunden, die das neue Produkt traden wollten. Dadurch sind die Bedingungen für eine Scalping-Strategie erfüllt. Wir wollen Ihnen zunächst eine einfache Trading-Strategie im 2-Minuten-Intervall vorstellen. Wir wählten dazu die Darstellung im Heikin Ashi, die die Mini-Kauf- und Verkaufswellen sehr schön darstellt. Als Kauf- und Verkaufsfilter wählten wir den SuperTrend-Indikator, der auf den Mittelkurs des Basiswertes basiert.

Mini-DAX, Supertrend 2-Minuten-Chart vom 29. Oktober 

mini-Dax Trading

Liegt der SuperTrend über den Kursen färbt er rot und deutet auf fallende Kurse hin. Liegt er dagegen unter den Kursen färbt er grün und deutet auf steigende Kurse hin. Da der Supertrend zu den Trendfolge-Indikatoren gehört,  arbeiten wir nicht mit Kurszielen sondern schließen die Position erst, sobald das gegenteilige Signal auftaucht. Bei der aktuellen Volatilität im DAX empfiehlt es sich mit einem Stop-Loss von 20 Punkten zu arbeiten. Dies repräsentiert ein Risiko von 100 Euro pro Lot im mini-DAX. Wir haben die 4 Signale für den 29. Oktober ausgewertet.

Auswertung des Tradings am 29 Oktober

Der erste Short wurde bei 10.880 eröffnet (roter Pfeil links oben). Diese Position wurde zu einem Preis von 10810 geschlossen. Gewinn: 70 Punkte. Daraufhin wurde eine Long-Position bei 10820 (grüne Pfeil links) eröffnet die wenig später bei 10800 dem Stopp zum Opfer fiel. Die zweite Short-Position (zweiter roter Pfeil) wurde bei 19800 eröffnet und mit einem Gewinn von 20 Punkten bei 10780 geschlossen. Zuletzt wurde noch eine Long-Position (zweiter grüne Pfeil) bei 10780 eröffnet, der zum Zeitpunkt des Screenshots 42 Punkte im Gewinn stand.

Insgesamt erwirtschaftete diese Strategie an diesem Tag 112 Punkte. Dies repräsentiert im mini-DAX-future 560 Euro pro Kontrakt.

Funktioniert gut an Trendtagen

Dieses Ergebnis ist zwar ausgezeichnet; dennoch muss die Tatsache erwähnt werden, dass der Supertrend eben vor allem an den Tagen gute Ergebnisse erzielen wird, wenn der DAX klare Trends zeigt, wie dies eben am 29. Oktober der Fall war. In Seitwärtsmärkten wird der Supertrend öfter Fehlsignale aufweisen, die zu häufigeren Verlusten führen können.

 

NanoTrader Full

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